Berlin (AFP) Die Wiedereinführung des sogenannten Dublin-Verfahrens für syrische Bürgerkriegsflüchtlinge stößt bei Verbänden auf heftige Kritik. Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl warf Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) deswegen vor, "ein integrationspolitisches Fiasko anzurichten". Aufwändige Einzelfallprüfungen würden das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) lahmlegen und die Unsicherheit über den Rechtsstatus der Betroffenen auf eineinhalb bis zwei Jahre verlängern - auch wenn die tatsächliche Zahl von Abschiebungen letztlich sehr gering sein werde.