Tokio (AFP) Erstmals haben Forscher eine in der Wildnis lebende Schimpansen-Mutter bei der Fürsorge für ihr behindertes Baby beobachtet - sie erhoffen sich davon Erkenntnisse über die Entwicklung menschlichen Sozialverhaltens. In einer am Montag veröffentlichten Zusammenfassung einer Studie in der Onlineausgabe von "Primates" beschreiben die Wissenschaftler von der Universität Kyoto, dass sie 2011 im Mahale Mountains National Park in Tansania ein schwer behindertes Schimpansenjunges mit Symptomen, die dem Down-Syndrom ähnelten, entdeckt hätten. Sie beobachteten daraufhin die Affen-Gruppe über einen Zeitraum von zwei Jahren.