Köln (SID) - Nach dem WADA-Report zum systematischen Doping in der russischen Leichtathletik und trotz der Gefahr eines Flächenbrandes bangen ARD und ZDF nicht um den Fortbestand Olympische Spiele, fordern aber eine lückenlose Aufklärung. "Olympia als großes Sportereignis sehe ich nicht in Gefahr. Gleichwohl müssen alle Sportarten und Verbände schonungslos den Kampf gegen Doping führen. Sonst verlieren sie ihre Glaubwürdigkeit und ihre Berechtigung, zur olympischen Familie zu gehören", sagte ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Auch sein ARD-Kollege Axel Balkausky sprach "in diesem Zusammenhang nicht von Angst". Der Sportkoordinator im Ersten meinte aber: "Klar ist jedoch, dass sich der Sport nun an einigen Stellen neu aufstellen muss. Dies betrifft aber bei weitem nicht alle Verbände."

Alle wohl nicht, jedoch hatte Richard Pound, der Vorsitzende der unabhängigen Untersuchungskommission der Welt-Anti-Doping-Agentur, bei der Veröffentlichung des Reports erklärt: "Russland ist nicht das einzige Land, das Probleme hat. Und die Leichtathletik nicht die einzige Sportart."

Der russische Leichtathletik-Verband könnte vom Weltverband IAAF im Zuge des Dopingskandals suspendiert werden, auch droht ein Ausschluss von der Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro.