Köln (SID) - IOC-Präsident Thomas Bach hat den russischen Doping-Skandal als "traurig und schockierend" bezeichnet, der 61-Jährige hält aber den neuen IAAF-Präsidenten Sebastian Coe für den richtigen Mann, um in der Leichtathletik aufzuräumen. Dies äußerte Bach am Mittwochnachmittag in einem Pressegespräch in Lausanne.

"Ich hätte mir niemals vorgestellt, dass in einem internationalen Verband Geld von Athleten gefordert werden könnte, um Testergebnisse zu manipulieren", sagte Bach. Der oberste Olympionike stellte harte Strafen für überführte Täter in Aussicht: "Medaillen könnten aberkannt und neu vergeben, Sportler und Athleten bestraft und von der IAAF ausgeschlossen werden."

Im Mittelpunkt des Doping-Skandals steht Lamine Diack. Der frühere Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes soll über eine Million Euro Schmiergelder kassiert haben, um positive Dopingproben russischer Athleten zu vertuschen.