Köln (SID) - Unter dem Eindruck der Terror-Anschläge in Paris hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) seine Nationalspieler nach Hause zu ihren Familien geschickt, das Länderspiel gegen die Niederlande am Dienstag in Hannover steht auf der Kippe. Wie der DFB am Samstag nach der sicheren Landung in Frankfurt/Main mitteilte, reisen die Nationalspieler und Funktionäre nicht nach Hannover weiter, wo das Spiel ausgetragen werden soll. Spätestens am frühen Sonntagabend soll entschieden werden, ob das letzte Länderspiel des Jahres abgesagt wird.

Der niederländische Fußballverband erklärte am Samstagmittag, Profifußball-Direktor Bert van Oostveen werde sich schnellstmöglich mit den DFB-Verantwortlichen austauschen. Rainer Koch, der als 1. DFB-Vizepräsident derzeit gemeinsam mit Ligapräsident Reinhard Rauball die Amtsgeschäfte führt, positionierte sich nach der Landung bereits für eine Austragung: "Grundsätzlich sehe ich den DFB und die Nationalmannschaft auch in der gesellschaftspolitischen Verantwortung, das klare Zeichen auszusenden, dass unser Rechtsstaat dem Terror nicht weichen darf."