Düsseldorf (SID) - Trainer Peter Fury hat den umstrittenen Aussagen seines Neffen Tyson über den dopingverseuchten Boxsport vor dem WM-Kampf gegen Wladimir Klitschko zugestimmt. "Viele Leute haben im Boxen betrogen, viele Leute dopen", sagte Peter Fury im SID-Interview.

Der radikalen Forderung des Herausforderers am Samstag (22.10 Uhr/RTL) in der Düsseldorfer Arena schließt er sich jedoch nicht an. "Ich habe seine Aussagen gelesen: 'Legalisiert es doch, dann nehmen es alle, und alle sind auf demselben Level'. Das wird natürlich nicht passieren", sagte Fury. "Ich denke: Wenn du ein guter Athlet bist und sehr hart trainierst, dann brauchst du kein Doping."

Tyson Fury (England/27) hatte im Interview mit BBC Radio 5 gesagt, das Boxen habe "ein großes Dopingproblem. Ich sehe mit einem Blick auf den nackten Oberkörper sofort, ob jemand voll mit Drogen ist."

Am Mittwoch vor dem Pressetraining am Düsseldorfer Flughafen beteuerte er auf SID-Anfrage, ihm gehe es "allein um drogenfreien Sport". Zudem habe er niemals persönlich mitbekommen, dass ein Boxer aus seinem Umfeld dope - und wenn, dann würde er es auch nicht sagen.