London (SID) - Trotz der deutlichen Warnung von Mercedes-Sportchef Toto Wolff am Tag zuvor hat Formel-1-Weltmeister Hamilton erneut gegen seinen "Vize" Rosberg gestichelt. "Man hat gesehen, dass er über viele Dinge jammert. Aber das lässt man an sich vorbeiziehen, denn das ist seine Art", sagte der 30-Jährige der BBC, "ich denke, das liegt an unserem unterschiedlichen Umfeld."

Toto Wolff hatte im Fachmagazin motorsport.com die Spannungen zwischen seinen beiden Fahrern erstmals als Gefahr für das Werksteam bezeichnet und eine Drohung ausgesprochen: "Wenn wir das Gefühl haben, dass es nicht zur allgemeinen Ausrichtung, zum Geist und zur Philosophie des Teams passt, würden wir das bei Entscheidungen über die Fahrerpaarung berücksichtigen."

Nach etlichen heiß umstrittenen Rennduellen zwischen dem Engländer und Rosberg ist die Beziehung zwischen beiden abgekühlt. "Du kannst nicht auf die Strecke gehen und sagen: 'Hier ist Platz für dich'", ergänzte Hamilton: "Da gibt es eine Chance und die nutzt du." Dies bedeute nicht, dass man einen Gegner "plattmachen" oder "betrügen" wolle. Auf der Rennstrecke gelte es aber, "entschlossen, stark und hart" zu sein. Freunde zu finden, sei dabei nicht sein Ziel.