Hochfilzen (SID) - Biathletin Miriam Gössner strahlt, nach monatelanger Leidenszeit kann die dreimalige Weltcupsiegerin (fast) beschwerdefrei wieder angreifen. "Für das, was bisher war, fühle ich mich wie ein junges Reh", sagte die 25-Jährige am Donnerstag im Vorfeld des Weltcups in Hochfilzen/Österreich: "Ich fühle mich, so wie es gerade ist, echt super."

Gössner, lange Zeit als potenzielle Nachfolgerin von Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner gehandelt, hatte bei einem Mountainbike-Unfall im Frühjahr 2013 in Norwegen mehrere Wirbelbrüche erlitten und danach unter anderem ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi absagen müssen. Auch heute spürt sie ihren Rücken hin und wieder, bezeichnet ihn lapidar als "meine Schwachstelle. Aber die hat ja jeder, und ich will mich gar nicht beschweren."

Ohnehin will Gössner nach vorne blicken, der Weltcup-Auftakt in der vergangenen Woche im schwedischen Östersund machte da schon Mut. "Ich denke, ich bin da, wo ich sein sollte", sagte die Garmischerin über ihren aktuellen Leistungsstand: "Ich habe das ganze Jahr gut trainiert."

Für den Sprint am Freitag über 7,5 km (11.30 Uhr/ARD und Eurosport) rechnet sich die Blondine gute Chancen aus - auch, weil sie in Östersund im Kurzrennen nur zwei Fehler schoss. "Ich finde, das war recht ordentlich. Bei normalen Bedingungen kann ich mit zwei Fehlern im Sprint ganz vorne mitlaufen", sagte Gössner.