Heusden-Zolder (SID) - Lediglich mit Außenseiterchancen starten die deutschen Radcross-Spezialisten am Wochenende bei den Querfeldein-Weltmeisterschaften im belgischen Zolder. "Wenn einer unserer Athleten in die Top Ten fährt, wären wir sehr zufrieden", sagte Sportdirektor Patrick Moster vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) dem SID. 

Der deutsche Meister Philipp Walsleben (Kleinmachnow), 2009 Titelträger in der Klasse U23, hat trotz des Sieges bei den deutschen Meisterschaften vor drei Wochen eine bislang sehr durchwachsene Saison hinter sich. "Er ist die letzten Wettkämpfe nicht allzu stark gefahren", sagte Moster.

Ein Platz unter den besten Zehn ist daher eher Marcel Meisen (Aachen) zuzutrauen, der beim Weltcup in Hoogerheide am vergangenen Wochenende Neunter wurde. "Wir hoffen, dass er diese Leistung bestätigen kann", sagte Moster. Als dritter deutscher Starter geht Sascha Weber (St. Wendel) ins Rennen.

Top-Favorit ist der niederländische Titelverteidiger Mathieu van der Poel, Gastgeber Belgien hat in Wout Van Aert seinen größten Siegaspiranten. Letzter deutscher Titelträger wurde Mike Kluge 1992, weitere deutsche Weltmeister waren Rolf Wolfshohl (1960, 61 und 63) sowie Klaus-Peter Thaler (1985 und 87).

Bei den Frauen wird die deutsche Meisterin Elisabeth Brandau (Schönaich) mit der Entscheidung ebenfalls nichts zu tun haben. Zu den Favoriten zählen Sanne Cant (Belgien), Nikki Harris (Großbritanninen) und Eva Lechner (Italien). "Im Nachwuchs und in der Frauenklasse sind wir von der Weltelite leider ein ganzes Stück weg", sagte Moster. Hanka Kupfernagel gewann bislang viermal WM-Gold, zuletzt 2008.