Markkleeberg (SID) - Die London-Medaillengewinner Sideris Tasiadis und Hannes Aigner (beide Augsburg) haben bei der nationalen Olympia-Qualifikation der Slalom-Kanuten in Markkleeberg die Tickets für die Sommerspiele in Rio de Janeiro gelöst. Der Olympiazweite Tasiadis war im Canadier-Einer nach drei Siegen in den ersten drei Rennen schon vor dem Schlusstag nicht mehr von Rang eins zu verdrängen, Gleiches galt für den Olympiadritten Aigner im Kajak-Einer.

Am Schlusstag sicherten sich dann im Canadier-Zweier die Weltmeister Franz Anton und Jan Benzien aus Leipzig die Qualifikation für Rio vor ihren Vereinskollegen David Schröder und Nico Bettge. Im Kajak-Einer der Frauen wird der Deutsche Kanu-Verband (DKV) bei Olympia durch die zweimalige WM-Dritte Melanie Pfeifer aus Augsburg vertreten.

"Ich bin super happy und sehr erleichtert, dass es schon vor dem Sonntag geklappt hat", sagte Sideris Tasiadis: "Ich muss das jetzt erst mal verarbeiten, danach werde ich mich so vorbereiten, dass es in Rio auch für eine Medaille reicht."

Groß war auch die Erleichterung bei Jan Benzien. "Endlich ist die Quali vorbei und wir sind in Rio", jubelte der 33-Jährige, "so eine Olympiaquali ist immer hart, von den Nerven her ist eine WM fast leichter."

Dies dürfte auch für Melanie Pfeifer gelten, die sich mit einem zweiten Platz im letzten Rennen und nur einem Punkt Vorsprung gegen Tagessiegerin Jasmin Schornberg (Hamm) durchsetzte. "Unglaublich. Es war ein reiner Nervenkrieg die letzten zwei Tage und ich glaub es noch nicht so ganz", sagte Pfeifer mit Freudentränen im Gesicht.

Michael Trummer denkt mit Zuversicht an die Olympischen Spiele: "Wir haben jetzt richtig erfahrene Boote, die international schon eine Hausnummer darstellen. Wir gehen mit einer starken Truppe nach Rio", sagte der DKV-Cheftrainer zum Abschluss der vier Qualifikationsrennen innerhalb von neun Tagen.