Duisburg (SID) - Einen Tag nach der verpassten Olympia-Qualifikation des Canadier-Zweiers haben sich die deutschen Top-Kanuten zum Auftakt des Weltcups in Duisburg keine Blöße gegeben. Canadier-Olympiasieger Sebastian Brendel (Potsdam) erreichte über 1000 m ebenso mit einem Sieg im Halbfinale das Finale am Samstag wie der Olympia-Dritte Max Hoff (Essen) im Kajak-Einer.

Das Ticket für den Endlauf lösten auch die Weltmeister Max Rendschmidt/Marcus Groß (Essen/Berlin) im Kajak-Zweier über 1000 m, Ronald Rauhe/Tom Liebscher (Potsdam/Dresden) im K2 über 200 m und die K2-Olympiasiegerinnen Franziska Weber/Tina Dietze (Potsdam/Leipzig) über 500 m. Mit einem Podestplatz beim Heim-Weltcup hätten die Athleten der Kernmannschaft des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) ihren Startplatz bei den Olympischen Spielen in Rio (5. bis 21. August) sicher.

"Unsere Athleten haben eindrucksvoll bewiesen, dass sie zur Weltspitze dazugehören", sagte Sportdirektor Jens Kahl, der am Rande des Heim-Weltcups bestätigte, dass Cheftrainer Reiner Kießler nach dem Olympia-Jahr in Rente gehen wird. Ein Nachfolger für den 64-Jährigen steht noch nicht fest. "Das machen wir alles in Ruhe nach Olympia", sagte Kahl. Kießler übt das Amt des Cheftrainers seit 2006 aus. Für den DKV ist er als Trainer seit 1991 tätig.

Bei der Olympia-Quali in Duisburg hatte der DKV am Donnerstag enttäuscht. In Rio wird Brendel der einzige Starter im Canadier-Bereich sein, eine Besetzung des C2 ist nicht möglich.