Monaco (SID) - Was liegt an?

Das Highlight im Formel-1-Kalender, die Mutter aller Rennen. Die Königsklasse kommt ins schillernde Fürstentum Monaco und die sündhaft teuren Yachten im Hafen warten schon auf das Spektakel. Am Sonntag gehen im Spielerparadies um 14.00 Uhr die roten Lichter aus, und Nico Rosberg will seinen vierten Triumph vor der eigenen Haustür in Folge. Nach dem Crash mit Teamrivale Lewis Hamilton geht der Vizeweltmeister mit viel Wut im Bauch auf die teilweise extra neu asphaltierten Straßen.

Vier Monaco-Siege in Serie für Rosberg - wie gut wäre das eigentlich?

Fast unübertroffen. Einzig der legendäre Ayrton Senna schaffte mehr und siegte zwischen 1989 und 1993 gleich fünfmal in Folge. Mit insgesamt sechs Triumphen ist der Brasilianer auch Rekordsieger im Fürstentum, Michael Schumacher schaffte es fünfmal nach ganz oben. Der Wahl-Monegasse Rosberg konnte seit 2013 immer siegen. "Es war fantastisch, hier in den vergangenen drei Jahren zu gewinnen. Aber ich weiß, dass es schwierig wird, das zu wiederholen", sagte der 30 Jahre alte Mercedes-Pilot.

Was macht eigentlich Lewis Hamilton?

Der in diesem Jahr noch sieglose Weltmeister wirkt auch mit 52 Punkten Rückstand in der WM-Wertung noch völlig entspannt. Noch habe er ja 16 Rennen Zeit, um sich wieder an die Spitze zu kämpfen, betonte der Brite im Fahrerlager am Hafen von Monaco. Zwar konnte er erst einmal überhaupt im Stadtstaat siegen (2008), dennoch zeigte sich der 31-Jährige zuversichtlich: "Ich bin hier, um zu gewinnen."

Kann Max Verstappen die Konkurrenz erneut ärgern und das zweite Rennen in Folge gewinnen?

Unmöglich scheint das nicht. Zwar profitierte der 18-Jährige aus den Niederlanden bei seinem Sensationssieg in Barcelona zuletzt vor allem vom Crash der Silberpfeile, doch Red Bull macht weiter Fortschritte. Wie zu Weltmeisterzeiten halten Experten das Chassis des Teams für das beste im Feld. In den engen Straßen von Monaco kommt es außerdem weniger auf den Topspeed an. Das könnte Verstappen und seinem Teamkollegen Daniel Ricciardo durchaus entgegenkommen.

Was ist für Sebastian Vettel möglich?

Der viermalige Weltmeister spricht zwar im Vorfeld des Großen Preises davon, dass Ferrari den Abstand zu Mercedes weiter verringern will, doch die Scuderia muss auch nach hinten schauen. Red Bull scheint wieder dauerhaft in Schlagdistanz und könnte den stolzen Italienern echte Probleme bereiten. Ohnehin ist Monaco nicht gerade die Lieblingsstrecke des Heppenheimers. Nur einmal siegte er an der Mittelmeerküste (2011), damals noch im Weltmeister-Auto von Red Bull. Ferrari wartet sogar schon seit dem Erfolg von Michael Schumacher 2001 auf einen Triumph in Monaco.