Pittsburgh (SID) - Tom Kühnhackl hat mit den Pittsburgh Penguins das Finale um den Stanley Cup erreicht. Der Landshuter ist der sechste Deutsche, der um die begehrteste Eishockey-Trophäe der Welt spielt. Gewonnen haben sie bisher nur Uwe Krupp (1996) und Dennis Seidenberg (2011). - Die deutschen Stanley-Cup-Finalisten in der Übersicht:

UWE KRUPP

Der Kölner trug sich am 10. Juni 1996 in die NHL-Geschichtsbücher ein. Mit seinem Schlagschuss von der blauen Linie in der dritten Verlängerung entschied der Verteidiger der Colorado Avalanche das vierte und letzte Finale gegen die Florida Panthers. Erstmals hielt ein Deutscher den Stanley Cup in den Händen. Zwischen 1986 und 2003 bestritt der spätere Bundestrainer 810 NHL-Spiele. 2002 spielte er für den Stanley-Cup-Sieger Detroit Red Wings, wegen Verletzungen aber nur zehnmal und nicht im Finale.

OLAF KÖLZIG

Der Nationaltorhüter, in Südafrika geboren und in Kanada aufgewachsen, erreichte mit den Washington Capitals 1998 die Endspielserie. Trotz starker Leistungen von "Olie the Goalie" siegten die Detroit Red Wings in nur vier Spielen. Von 1989 bis 2009 stand Kölzig 764-mal in der NHL im Tor, bis auf acht Partien für Tampa Bay Lightning am Karriereende immer für Washington. 

CHRISTOPH SCHUBERT

Der Münchner, eigentlich Verteidiger, wurde bei den Ottawa Senators zum Stürmer umfunktioniert und kam 2007 mit den Kanadiern ins Finale. Schubert steuerte eine Vorlage beim 5:3 der "Sens" im dritten Spiel bei, es sollte aber der einzige Sieg gegen die Anaheim Ducks bleiben. 346 NHL-Partien absolvierte der Ex-Landshuter zwischen 2005 und 2010, ehe er nach Deutschland zurückkehrte und für die Hamburg Freezers auflief, die er nun vergeblich vor dem Aus zu retten versuchte. 

DENNIS SEIDENBERG

Der Schwenninger triumphierte 2011 im deutschen Finale gegen Christian Ehrhoff. Im siebten Spiel setzten sich die Boston Bruins mit 4:0 bei den Vancouver Canucks durch, Verteidiger Seidenberg bereitete in der entscheidenden Partie zwei Tore vor. Zwei Jahre später scheiterte er mit Boston an den Chicago Blackhawks in sechs Spielen. 827-mal stand Seidenberg seit 2002 auf NHL-Eis, in der nächsten Saison geht er in sein achtes Jahr bei den Bruins. 

CHRISTIAN EHRHOFF

Nach fünf Finalspielen gegen Boston und Seidenberg sah der Ex-Krefelder schon wie der sichere Sieger aus. Vancouver führte in der Best-of-seven-Serie nach einem 1:0-Erfolg mit 3:2 und hatte zwei Matchbälle. Doch Ehrhoff verlor mit den Canucks zweimal in Folge und musste zusehen, wie Seidenberg den Cup in die Höhe stemmte. Seit 2003 hat Ehrhoff 862 NHL-Spiele bestritten, bei den Chicago Blackhawks war er zuletzt aber nur noch Ersatz.

TOM KÜHNHACKL

Vor fünf Monaten spielte der Sohn der deutschen Eishockey-Legende Erich Kühnhackl noch für Wilkes-Barre/Scranton, das Farmteam der Pittsburgh Penguins in der AHL. Am 9. Januar gab der 24-Jährige beim 3:1 bei den Montreal Canadiens sein NHL-Debüt. Ab Montag trifft er mit Pittsburgh im Finale auf die San Jose Sharks - nach nur 60 Spielen.