Bonn (SID) - IPC-Präsident Sir Philip Craven blickt 100 Tage vor dem Start voller Euphorie den Paralympics in Rio de Janeiro (7. bis 16. September) entgegen. "Die Spiele in Rio werden historisch", sagte der Boss des Internationalen Paralympischen Komitees.

"Ich bin überzeugt, dass Rio 2016 in Bezug auf die Leistungen der Athleten die besten Paralympics aller Zeiten werden", sagte Craven: "Viele Athleten profitieren nun davon, dass sie ganztägig trainieren können, manche von ihnen mit ihren olympischen Kollegen. Wir haben schon in den letzten beiden Jahren bei internationalen Meisterschaften sehen können, dass die Athleten immer stärker und schneller werden."

Deshalb erwarte er bei den Spielen mit 4350 Athleten aus 170 Ländern in 22 Sportarten noch mehr Weltrekorde als die 251 vor vier Jahren in London. "Wir werden Leistungen sehen, die vor Jahren noch unvorstellbar schienen", sagte der Brite: "Die Para-Athleten werden Milliarden Menschen auf aller Welt zeigen, was man erreichen kann, wenn man seinen Körper ans Limit bringt. Ihre Leistungen werden die Welt inspirieren und eine neue Definition davon schaffen, was menschenmöglich ist."

Als "am erfreulichsten" stufte der frühere Paralympics-Teilnehmer im Rollstuhl-Basketball, der dem in Bonn sitzenden IPC seit 2001 vorsteht, die Tatsache ein, "dass Rio 2016 alle Rekorde in Bezug auf TV-Übertragungen und Medienberichterstattung brechen wird. Dies in Verbindung mit herausragenden Leistungen wird seismische Auswirkungen haben auf das weltweite Bild von Menschen mit Handicap." Erwartet werden rund vier Milliarden TV-Zuschauer in 120 Ländern auf aller Welt.

Zudem bezeichnete der 65 Jahre alte Craven die Spiele als "veränderndes Ereignis" für Brasilien: "Die Paralympischen Athleten werden ein großes Lächeln auf das Gesicht der brasilianischen Menschen zaubern."