Le Mont-Saint-Michel (SID) - Vor der weltberühmten Klosterabtei Mont-Saint-Michel haben 198 Radprofis aus insgesamt 35 Nationen die 103. Ausgabe der Tour de France in Angriff genommen. Nach 3535 Kilometern endet das wichtigste Radrennen in drei Wochen am 24. Juli mit dem traditionellen Finale auf den Champ Élysées in Paris. Auf der 188 Kilometer langen Auftakt-Etappe in der Normandie zum historisch bedeutenden Utah Beach werden die deutschen Top-Sprinter André Greipel und Marcel Kittel favorisiert.

Allerdings könnten das zu erwartende Aprilwetter mit starken Winden an der Atlantikküste das Zustandekommen eines Massensprints verhindern. Die Vorhersagen deuten auf gelegentliche Regenschauer und zunehmenden Wind aus westlicher Richtung im Laufe des Nachmittags bei maximal 17 Grad hin. Die Wahrscheinlichkeit von Windkanten würde sich dadurch erhöhen. "Wenn der Wind auf Westen dreht, wird es schwierig, gerade am Ende, wenn es offen ist", sagte Kittel am Freitag.

Ohnehin ist von einem nervösen Etappenfinale auszugehen. Die Klassementteams wollen ihre Top-Fahrer wie Titelverteidiger Chris Froome (Sky) oder Herausforderer Nairo Quintana (Movistar) vorne positionieren, um sie vor Schwierigkeiten zu schützen. Dazu kommen die Mannschaften von Kittel (Etixx-Quick Step) und Greipel (Lotto-Soudal) sowie die ihrer Sprintkonkurrenten, die um den Tagessieg und damit das erste Gelbe Trikot kämpfen. "Es wird chaotisch. Bisher hat es jedes Mal im Finale gekracht, gerade wenn es um das Gelbe Trikot ging", sagte Kittel.