Amsterdam (SID) - Stabhochspringer Raphael Holzdeppe (26) kann auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Rio auf eine Sonderbehandlung durch den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) hoffen. "Im Falle eines freien Startplatzes werden wir uns im Sinne des Athleten einbringen", kündigte Cheftrainer Idriss Gonschinska im Vorfeld der EM in Amsterdam (6. bis 10. Juli) an. Zuvor musste Vize-Weltmeister Holzdeppe seine Teilnahme in den Niederlanden verletzungsbedingt absagen, die geforderte Norm von 5,70 m ist er in diesem Jahr noch nicht gesprungen.

Noch bis Ende der Woche hat Holzdeppe Zeit, die Höhe zu springen. "Ich würde ihn nicht ganz abschreiben", sagte Gonschinska. Mit den Leverkusenern Tobias Scherbarth und Karsten Dilla haben bisher zwei DLV-Athleten die Norm geknackt, drei Springer dürften theoretisch in Rio springen. Holzdeppe, der sich im Winter schwer am Sprunggelenk verletzt hatte und derzeit von muskulären Problemen geplagt wird, ist in dieser Saison bisher nicht über 5,40 m hinausgekommen.

Der DLV schlägt dem Deutschen Olympischen Sportbund Athleten für Brasilien vor, der DOSB übernimmt dann die endgültige Nominierung.