Moskau (SID) - Die zweimalige Stabhochsprung-Olympiasiegerin Jelena Issinbajewa hat die IOC-Entscheidung im Fall Russland begrüßt. "Ein kompletter Ausschluss der russischen Mannschaft wäre ein riesiger sportpolitischer Skandal gewesen", sagte die 34-Jährige: "Das IOC hat das glücklicherweise verstanden, es kann sich im Moment auch keinen Skandal erlauben."

Den Ausschluss der Whistleblowerin Julia Stepanowa befürwortet Issinbajewa. "Sie sollte lebenslang gesperrt werden. Ich verstehe die Aufregung über einen Menschen, der gedopt hat und dafür bestraft wurde, nicht", sagte sie: "Sie zu einer Heldin zu machen, ist wie ein Schlag ins Gesicht. Deshalb ist es richtig, dass sie nicht bei den Olympischen Spielen teilnehmen wird. Zumindest eine kluge Entscheidung wurde in der Leichtathletik getroffen."

Issinbajewa darf dennoch nicht in Rio antreten, da der Leichtathletik-Weltverband 68 russische Athleten für die Spiele gesperrt hat. Den Einspruch der Sportler gegen die Sperre hatte der internationale Sportgerichtshof CAS am vergangenen Donnerstag zurückgewiesen.