Rio de Janeiro (SID) - Gerade erst eröffnet, hagelt es jede Menge Kritik für das Olympische Dorf in Rio de Janeiro: Die australische Delegation verweigerte am Sonntag den Einzug in die Athleten-Unterkunft für die Spiele am Zuckerhut (5. bis 21. August). Delegationsleiterin Kitty Chiller bemängelte verstopfte Toilettenabflüsse, undichte Rohre, schlecht isolierte Kabel, unbelichtete Treppenhäuser und Schmutz in vielen Ecken.

Das Olympische Dorf sei "nicht sicher und nicht fertiggestellt", sagte Chiller und führte aus: "Angesichts der Vielzahl von Problemen - einschließlich Gas, Strom und Heizung - habe ich beschlossen, dass kein australisches Teammitglied sich bis auf Weiteres in dem uns zugewiesenen Gebäude bewegen wird."

Laut dem brasilianischen Fernsehsender Globo beklagten die Delegationen Neuseelands und Großbritanniens ähnliche Mängel. Die deutschen Slalom-Kanuten und die Wasserspringer hatten geplant, am Montag als erste Vertreter des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) das "Vila dos Atletas" zu beziehen.

Das olympische Dorf hatte am Sonntag offiziell seine Pforten geöffnet. Auf dem 200.000 Quadratmeter großen Grundstück stehen 31 Wohntürme mit je 17 Stockwerken. In den 3604 Appartments sollen in den kommenden vier Wochen insgesamt 17.950 Sportler und Teammitglieder wohnen.