Tokio (SID) - Tokios neue Gouverneurin Yuriko Koike will die Geldflüsse für die Organisation der Olympischen Spiele 2020 in japanischen Metropolen stärker überwachen. Auf der ersten Pressekonferenz nach ihrer Wahl am vergangenen Sonntag gab die 64-Jährige als Konsequenz aus den jüngsten Skandalen bei der Olympia-Vorbereitung die Gründung einer entsprechenden Kontrollkommission bekannt. 

"Die Kommission wird die Budgets und die Vorbereitungen überprüfen", kündigte Koike an. Zudem sei schon für September die Vorlage eines Entwicklungsberichts geplant. 

Tokios Olympia-Macher waren zuletzt im Zusammenhang mit Bestechungsvorwürfe rund um die Vergabe der Sommerspiele in vier Jahren an Nippons Hauptstadt ins Visier offizieller Ermittlungen geraten. Die französische Justiz untersucht seit geraumer Zeit eine Millionen-Zahlung der Asiaten aus dem Jahr 2013 an den senegalesischen Funktionär Papa Massata Diack.

Die Fahnder vermuten einen Zusammenhang der Zahlung mit der Vergabe der Olympia-Gastgeberrolle durch das Internationale Olympische Komitee (IOC), in dem auch Diacks Vater und Ex-Leichtathletik-Weltverbandspräsident Lamine Diack saß. Dem früheren IAAF-Chef wird im Leichtathletik-Korruptionsskandal Bestechlichkeit, Bestechung und Geldwäsche vorgeworfen.