Rio de Janeiro (SID) - ARD und ZDF hoffen trotz schwieriger Verhandlungen nach wie vor auf eine Zukunft der olympischen Liveberichterstattung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. "ARD/ZDF waren und sind weiterhin an einem Rechteerwerb zur umfassenden Berichterstattung von den Olympischen Spielen 2018 und 2020 interessiert", sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky dem Branchendienst Meedia.

Allerdings nannte er die Verhandlungen über eine Sublizenzierung mit dem zukünftigen Rechteinhaber Discovery "schwierig". Das läge vor allem an den "öffentlich kommunizierten finanziellen Investitionen von Discovery". ARD/ZDF hätten dem US-Unternehmen aber "ein sehr faires Angebot" vorgelegt. Deshalb hofft Balkausky auf eine "konstruktive Fortsetzung" der Gespräche und eine Übereinkunft zu "fairen und vertretbaren Konditionen".

Jean-Briac Perrette, Chef bei Discovery fürs internationale Geschäft, hatte zuvor angedroht, dass der Konzern die Spiele über seinen Sender Eurosport auch alleine abwickeln könne. ARD/ZDF unterstellte er in der FAZ mangelndes Interesse an der Olympia-Berichterstattung. Balkausky wies das mit Blick auf "unsere jahrzehntelange Berichterstattung" zurück.

ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz hatte sich zuvor enttäuscht über die Aussagen von Perrette gezeigt. "Fakt ist, dass die Verhandlungen über Sublizenzrechte weiterhin geführt werden", sagte er auf SID-Anfrage.