Rio de Janeiro (SID) - Der deutsche Kanuslalom-Trainer Stefan Henze schwebt nach einem schweren Verkehrsunfall in Rio de Janeiro in Lebensgefahr. Dies bestätigte der DOSB am Freitagnachmittag (Ortszeit). 

Wie der Dachverband des deutschen Sports mitteilte, habe der 35-Jährige ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten. "Seine Kopfverletzungen sind nach Angaben der Ärzte lebensbedrohlich. Er wurde nach dem Unfall von den brasilianischen Stellen professionell notversorgt und ins nächstgelegene Krankenhaus transportiert", hieß es in der Pressemitteilung des DOSB.

Nach Feststellung der Schwere der Verletzungen sei Henze in eine Klinik mit neurochirurgischer Spezialabteilung verlegt und dort unverzüglich notoperiert worden. Das Team um den leitenden Olympiaarzt Prof. Dr. Bernd Wolfarth sei "in ständigem Austausch mit den behandelnden Ärzten". 

Der bei dem Unfall leicht verletzte Sportwissenschaftler Christian Käding, der auch zum Team der Slalom-Kanuten gehört, sei bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. "Ihm geht es den Umständen entsprechend gut", teilte der DOSB mit.

Zuvor hatte eine Sprecherin des städtischen Gesundheitsamts von Rio de Janeiro dem SID zu den Verletzungen von Henze gesagt: "Sein Zustand ist kritisch. Der Mann wurde einer neurochirurgischen Operation unterzogen."

Der Unfall hatte sich am frühen Freitagmorgen. Henze und Käding saßen in einem Taxi, als der Unfall passierte. Dies bestätigte auch das Organisationskomitee der Spiele. 

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) schaltete sich ein und bot medizinische Hilfe an. "Das IOC hat mit Besorgnis von dem Unfall erfahren und wünscht den Betroffenen alles erdenklich Gute", sagte ein IOC-Sprecher.