Rio de Janeiro (SID) - Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA und der Internationale Sportgerichtshof CAS sind Opfer von gezielten Hacker-Angriffen geworden. In beiden Fällen sollen die Attacken jedoch nicht erfolgreich gewesen sein.

WADA-Sprecherin Maggie Durand bestätigte dem SID, dass die Agentur durch ein Youtube-Video auf die Angriffe aufmerksam gemacht worden sei. "Es wurden sofort Untersuchungen eingeleitet", sagte Durand.

In der vergangenen Wochen hatten Athleten, die das Adams-Kontrollsystem nutzen, laut WADA "illegale E-Mails" erhalten, die angeblich von der Agentur stammen sollten. In den Mails enthalten waren Links, über die die Athleten ihre persönlichen Daten angeben sollten. Die WADA schickte sofort Warnungen an alle Adams-Nutzer, nicht auf die Aufforderung zu reagieren.

Das Adams-System wurde untersucht, es konnten keine Beeinträchtigungen durch Falsch-Nutzer festgestellt werden. "Wir werden die Situation weiter beobachten", erklärte die Agentur mit Sitz in Montreal/Kanada. Sportler nutzen die Datenbank, um ihren Aufenthalt außerhalb der Wettkämpfe anzugeben, um für Doping-Proben zur Verfügung zu stehen.

Auch beim CAS in Lausanne sorgten Hacker-Angriffe für Unruhe. Offenbar gab es diese in der Vergangenheit schon häufiger. Allerdings ist die Website des Gerichts nur für die Öffentlichkeit bestimmt und beinhaltet keine Zugänge zu geheimen Daten wie bei der WADA, hieß es.