Köln (SID) - Die Eishockey-Nationalmannschaft geht das Olympia-Qualifikationsturnier in Riga (1. bis 4. September) mit viel Zuversicht, aber auch mit großem Respekt vor Gastgeber Lettland und den weiteren Gegnern Japan und Österreich an. "Über vermeintliche Favoritenrollen machen wir uns keine Gedanken. Uns stehen drei harte Begegnungen bevor. Wir müssen in jedem Spiel unser allerbestes Eishockey zeigen", sagte Bundestrainer Marco Sturm am Dienstag in Mannheim.

Um sich für die Winterspiele 2018 in Pyeongchang/Südkorea zu qualifizieren, muss Deutschland das Vier-Nationen-Turnier gewinnen. "Wir haben die besten Spieler beisammen und die Qualität, uns für Olympia zu qualifizieren", sagte Christian Ehrhoff vom NHL-Klub Chicago Blackhawks: "Das ist auch das Ziel. Ich will ein Führungsspieler sein und konzentriere mich darauf."

Neben Ehrhoff hatten auch Stanley-Cup-Sieger Tom Kühnhackl (Pittsburgh Penguins), Korbinian Holzer (Anaheim Ducks), Philipp Grubauer (Washington Capitals), Tobias Rieder (Arizona Coyotes), Youngster Leon Draisaitl (Edmonton Oilers) und Rückkehrer Dennis Seidenberg (zuletzt Boston Bruins) in der vergangenen Saison in der nordamerikanischen Profiliga gespielt.

Gerade Verteidiger Seidenberg, derzeit vereinslos und zuletzt bei Olympia 2010 in Vancouver bei der Nationalmannschaft, freut sich auf sein Comeback im Trikot des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). "Es ist für mich eine Ehre, für Deutschland und Marco Sturm zu spielen", sagte er: "Solche Turnierspiele sind wie Play-offs. Es geht darum, die Kleinigkeiten richtig zu machen und alles zu geben. Als Spieler freut man sich auf genau solche Herausforderungen."

Verzichten muss Sturm auf Verteidiger Denis Reul vom DEL-Klub Adler Mannheim, der aufgrund einer Armverletzung für zwei Wochen ausfällt.

Ehe es in Riga ernst wird, geht es für die DEB-Auswahl in zwei Länderspielen im weißrussischen Minsk gegen Frankreich (Samstag, 16.00 Uhr) und Weißrussland (Sonntag, 16.00 Uhr). Vor der Abreise nach Lettland wird Sturm zwei Spieler streichen und seinen Kader auf 23 Spieler (20 Spieler plus drei Torhüter) reduzieren.