Berlin (SID) - Die Bundestags-Sportausschussvorsitzende Dagmar Freitag hält die Entscheidung des Weltverbandes IBSF, Sotschi die Ausrichtung der Bob- und Skeleton-WM zu entziehen, für richtig. Die IBSF, so die SPD-Politikerin, habe "ein starkes Signal in die internationale Sportwelt gesendet. Die Entscheidung macht nämlich eines deutlich: Konsequente Sanktionierung von Dopingvergehen funktioniert nicht durch sportpolitische Verbalnoten, hinter denen sich das IOC und sein Präsident Thomas Bach gerne verstecken", sagte Freitag dem SID.

Gleichzeitig forderte die Politikerin auch Sanktionen durch das Internationale Olympische Komitee (IOC). "Russland hat die Werte des Sports umfassend und andauernd missachtet, und das muss - auch durch das IOC - spürbare Konsequenzen nach sich ziehen", betonte Freitag. Am Dienstag hatte die IBSF entschieden, Sotschi die WM zu entziehen. Zuvor hatten mehrere Länder erklärt, die Titelkämpfe zu boykottieren oder eine entsprechende Maßnahme zumindest zu diskutieren.