Leipzig (SID) - Timo Werner eilte nach dem Abpfiff wortlos in die Kabine. Sprechen wollte der Leipziger Stürmer nach dem 2:0-(1:0)-Sieg gegen Hertha BSC nicht. Der 20-Jährige genoss seinen gelungenen Auftritt lieber im Stillen, nachdem er vor zwei Wochen noch durch seine Schwalbe gegen Schalke so heftig in der Kritik gestanden hatte.

"Für ihn war der Treffer sehr, sehr wichtig", sagte Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl. In den letzten 14 Tagen war viel auf den pfeilschnellen Schwaben eingestürzt, in den sozialen Netzwerken hatte es heftige Attacken gegen den Schwaben gegeben. "Es war nicht leicht für Timo, doch heute war er wieder der Alte", sagte Hasenhüttl.

Handlungsschnell hatte Werner die Vorarbeit von Naby Keita in der 41. Minute verarbeitet und zur wichtigen 1:0-Führung eingeschossen. Es war bereits sein neunter Treffer im 15. Spiel. 

In der 59. Minute stand er erneut im Mittelpunkt, als er nach einem Gerangel mit Herthas Jens Hegeler zu Boden ging. Für Werner war das alles andere als eine Schwalbe. Lautstark forderte er Freistoß, bekam aber die Gelbe Karte wegen Meckerns.