London (SID) - Max Hopp hat den ersten Achtelfinaleinzug eines deutschen Spielers bei der Darts-WM und ein Duell gegen den englischen Rekordweltmeister Phil Taylor deutlich verpasst. Der frühere Juniorenweltmeister aus Idstein unterlag am Nachmittag in seinem Zweitrundenspiel in London gegen den Belgier Kim Huybrechts mit 0:4. Im Spitzenspiel des Abends warf der niederländische Altmeister Raymond van Barneveld den Vize-Weltmeister Adrian Lewis (England) aus dem Turnier, während sich Titelverteidiger Gary Anderson (Schottland) keine Blöße gab.

Gegen den favorisierten Weltranglisten-13. knüpfte Hopp nicht an die starke Leistung in seinem Erstrundenmatch an und scheiterte vor allem am Treffen der Doppelfelder. Traf der 20-Jährige den äußeren Ring der Dartscheibe gegen den Niederländer Vincent van der Voort noch in über 58 Prozent der Fälle, sank die Quote gegen Huybrechts auf gut 26 Prozent.

"Ich hatte definitiv meine Chance. Die Doppelfelder sind meine Achillesferse. Ein bisschen Lockerheit hätte mir nicht geschadet", sagte Hopp bei Sport1: "Ich hatte im Hinterkopf, dass ich gegen Taylor spielen kann. Für jeden Darts-Spieler ist es das Größte, bei einer WM gegen ihn zu spielen. Es waren wohl extrem viele deutsche Fans im Ally Pally. Es tut mir so leid, dass es nicht geklappt hat."

Hopp, dem nur eine "180" gelang, kann sich mit einer Prämie von 17.000 Pfund (fast 20.000 Euro) trösten. Damit hat weiter noch nie ein deutscher Spieler den Sprung unter die besten 16 des wichtigsten Darts-Turniers geschafft. Bereits vor zwei Jahren hatte der "Maximiser" sein Auftaktmatch gewonnen und war daraufhin in der zweiten Runde glatt gescheitert.

Van Barneveld rang Lewis in einem spannenden Achtelfinale mit 4:3 nieder, revanchierte sich für die letztjährige Halbfinal-Niederlage und trifft in der Runde der letzten Acht nun auf Taylor oder Huybrechts. Anderson besiegte den Niederländer Benito van de Pas mit 4:2 und steht ebenfalls im Viertelfinale. 

Den Einzug ins Achtelfinale perfekt machten der frühere WM-Finalist Peter Wright (Wales/4:0 gegen seinen Landsmann Jamie Lewis) sowie der niederländische Vorjahres-Halbfinalist Jelle Klaasen (4:0 gegen Brendan Dolan aus Nordirland).