Bonn (SID) - Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) fordert nach dem russischen Doping-Geständnis "weiterhin umfassende Aufarbeitung und Aufklärung mit entsprechenden Sanktionen" gegen das Riesenreich. "Zu wenig wird aus Sicht der NADA das kollektive Vergehen eingestanden, obwohl Prof. McLaren eine kollektive Dopingsystematik nachwies", kritisierte die NADA, lobte in ihrer Stellungnahme aber gleichzeitig den "ersten, richtigen Schritt nach der langen Zeit des Leugnens".

In der New York Times hatten am Dienstag erstmals russische Offizielle systematisches Doping bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi eingestanden. "Es war eine institutionelle Verschwörung", hatte Anna Anzeljowitsch, Generaldirektorin der derzeit suspendierten russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA, gesagt. Den Vorwurf eines staatlichen Dopingsystems wies sie aber zurück.