Köln (SID) - WAS STEHT AN?

In Südamerika steigt die 39. Auflage der Rallye Dakar. Die erste Etappe steht am Montag auf dem Programm, am 14. Januar endet die Marathon-Rallye mit dem zwölften Abschnitt und der Zielankunft in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires.

WO WIRD GEFAHREN?

Neben Stammgast Argentinien, bisher bei allen acht Auflagen in Südamerika involviert, und Bolivien macht die Dakar erstmals in Paraguay Station. In der Hauptstadt Asunción ertönt der Startschuss, bevor es bereits auf dem ersten Teilstück nach Argentinien geht.

WIE IST DER RENNVERLAUF?

Auf die Kritik, die vergangene Rallye Dakar sei zu einfach gewesen, haben die Organisatoren reagiert und den Schwierigkeit erhöht. Im wahrsten Sinne des Wortes. Nach der großen Hitze in Paraguay und den Sanddünen Argentiniens geht es ins bolivianische Hochland. Dort hält sich der Tross ganze sechs Tage lang in einer Höhe von teilweise weit mehr als 3000 Metern auf. Es ist es plötzlich kalt mit Temperaturen um den Gefrierpunkt, ungewohnt dünne Luft und extremes Gefälle lassen Maschine und Mensch an ihre Grenzen gelangen.

WER IST DABEI?

Um den Gesamtsieg bei den Autos bahnt sich ein Dreikampf zwischen Peugeot, Mini und Toyota an. Peugeot gilt es, nach dem überlegenden Triumph des französischen Rekordsiegers Stephane Peterhansel im vergangenen Jahr zu schlagen. Mini und das deutsche Team X-raid setzt nach dem Weggang von Nani Roma (Spanien) und Nasser Al-Attiyah (Katar) zu Toyota vor allem auf den Finnen Mikko Hirvonen, der bei seiner Dakar-Premiere im vergangenen Jahr auf Rang vier fuhr, sowie auf Yazeed Al-Rajhi (Saudi-Arabien) mit seinem deutschen Beifahrer Timo Gottschalk und den US-Amerikaner Bryce Menzies. Im Toyota hofft zudem der deutsche Co-Pilot Dirk von Zitzewitz nach Platz zwei und Platz drei in den vergangenen beiden Jahren auf eine erneute Podiumsplatzierung an der Seite des Südafrikaners Giniel De Villiers.

GIBT ES TV-ÜBERTRAGUNGEN IN DEUTSCHLAND?

Der Sportsender Eurosport zeigt wie im Vorjahr ab dem 2. Januar von 23.00 bis 23.30 Uhr 30-minütige Zusammenfassungen. Wem das zu spät ist, der kann am Folgetag einschalten, da die Zusammenfassungen jeweils ab 8.30 Uhr wiederholt werden. Live-Übertragungen gibt es nicht.

ZAHLEN, BITTE!

Die sind beeindruckend. 8823 Kilometer müssen die Autos bewältigen, davon fließen 4093 in die Wertung ein. Die Zahlen bei Motorrad, Trucks und Quads weichen aufgrund der veränderten Streckenführung etwas ab, sind aber nicht minder beeindruckend.

IST DAS NICHT GEFÄHRLICH?

Doch, eine gewisse Gefahr ist immer dabei. Seit der Dakar-Premiere 1978 sind 67 Fahrer, Zuschauer und Journalisten ums Leben gekommen. Im Januar 2016 kam ein Zuschauer zu Tode, nachdem der Franzose Lionel Baud die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hatte, von der Strecke abkam und den 63-jährigen Mann erfasste.

SEIT WANN WIRD IN SÜDAMERIKA GEFAHREN?

Seit 2009. Im Jahr davor war die Rallye aufgrund einer Terrorwarnung erstmals ausgefallen. Der Veranstalter ASO entschied daraufhin, die Rallye in Südamerika und nicht mehr in Afrika auszutragen.