Oberstdorf (SID) - Was steht an? 

Vom 31. Dezember bis zum 8. Januar bestreiten die Skilangläufer die 11. Tour de Ski. Das prestigeträchtige Etappenrennen zum Jahresbeginn ist in diesem Jahr so etwas wie das Vorprogramm für den Saisonhöhepunkt bei der Nordischen Ski-WM in Lathi (22. Februar bis 5. März).

Wer sind die Favoriten? 

Wie immer: Die Norweger. Und das, obwohl einige große Namen fehlen. Doch auch ohne die pausierenden Rekordweltmeister Petter Northug und Marit Björgen oder die gesperrte Vorjahressiegerin Therese Johaug, sind die alles überragenden Skandinavier kaum zu schlagen. Den Weltcupführenden Heidi Weng und Martin Johnsrud Sundby können wohl am ehesten noch ihre Teamkollegen Ingvild Flugstad Östberg und Finn Haagen Krogh gefährlich werden.

Und die Deutschen?

Die Zeiten, als die deutschen Langlauf-Asse um den Gesamtsieg mitkämpften, sind lange vorbei. Heute sind Top-10-Platzierungen das Ziel für die Athleten des Deutschen Skiverbands (DSV). Am ehesten scheint dazu die formstarke Nicole Fessel (Oberstdorf) in der Lage zu sein. Bei den Männern gibt es angesichts des bislang enttäuschenden Saisonverlaufs kaum Hoffnung auf Ausreißer nach oben.

Wo wird gelaufen? 

Die Tour de Ski macht 2017 erneut in drei Ländern Station. Nach dem Auftaktwochenende in Val Mustair/Schweiz geht es am Dienstag und Mittwoch im bayrischen Oberstdorf weiter. Anschließend reist der Langlauf-Tross nach Italien, wo das Rennen zunächst in Toblach Station macht und am Wochenende schließlich in Val di Fiemme endet.

Wie ist der Modus?

Die Tour de Ski basiert auf dem Grundprinzip der Tour de France oder anderer Etappenrennen im Radsport. Am Ende der diesmal sieben Teilstücke soll der beste Allrounder gekürt werden. Vom Sprint über den Skiathlon, die Verfolgung bis hin zum Massenstart werden deshalb in allen Teildisziplinen und Techniken Rennen ausgetragen. Die Entscheidung fällt aber auf den langen Strecken und beim traditionellen Schlussanstieg auf die Alpe Cermis.