Hamburg (AFP) Die Ermordung von Behinderten, Kranken und Pflegebedürftigen war das erste vom NS-Regime in Gang gesetzte systematische Massenmordprogramm – und bis heute werden dessen Ausmaße häufig unterschätzt. Schätzungsweise 300.000 wehrlose Männer, Frauen und Kinder töteten Ärzte, Krankenpfleger und SS-Mordkommandos in den deutsch kontrollierten Gebieten von 1939 bis 1945. Zum jährlichen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert der Bundestag in Berlin am Freitag nun erstmals speziell an diese "Euthanasie"-Verbrechen.