Köln (SID) - Markus Kuhn hat seine Football-Karriere nach vier Jahren in der US-Profiliga NFL beendet. "Diese Entscheidung steht bereits seit ein paar Monaten fest. Ich habe in den vergangenen Jahren mehr erreicht, als ich mir jemals erträumt hätte. Es war wirklich eine überragende Zeit", sagte der gebürtige Mannheimer bei ran.de. Mitte des Monats hatte bereits Kuhns NFL-Weggefährte Björn Werner (Berlin) seinen Abschied bekannt gegeben.

Kuhn hat von 2012 bis 2016 für die New York Giants gespielt. Am 7. Dezember 2014 schrieb der Defensive Tackle Geschichte, als ihm im Spiel bei den Tennessee Titans als erstem deutschen NFL-Profi ein Touchdown gelang. Aus 26 Yards trug der 1,93-m-Hüne den Ball in die Endzone.

Nach seiner Zeit bei den Weinheim Longhorns aus der German Football League (GFL) war Kuhn 2007 in die USA gegangen und für die North Carolina State University aufgelaufen - fünf Jahre später griffen die Giants zu. Im NFL-Draft, der alljährlichen Verteilung der Talente, wurde Kuhn in New York vom damaligen Meister an Position 239 ausgewählt.

Nach dem Abschied aus dem Big Apple zum Ende der Saison 2015/16 bekam Kuhn im vergangenen Sommer eine Chance bei den New England Patriots um den deutschen Super-Bowl-Champion Sebastian Vollmer, wurde aber vor dem Saisonstart aus dem Kader gestrichen. Einen neuen Anlauf gibt es nicht mehr.

"Mit ein bisschen Glück hätte ich vielleicht noch ein, zwei Jahre spielen können. Mehr aber auch nicht. Ich bin aber überhaupt nicht wehmütig und fühle mich mit dieser Entscheidung sehr wohl. Zumal ich auch weiß, dass ich durch diese Entscheidung von keinem Multi-Millionen-Dollar-Vertrag weg renne", sagte Kuhn.

Ab Herbst will der Ex-Profi an einer Universität in New York einen Master-Studiengang beginnen. "Welche Uni und welcher Studiengang es genau wird, steht allerdings noch nicht genau fest."

Werner (26) hatte wegen Verletzungsproblemen aufgehört. "Es wird Zeit für mich. Mein Körper macht leider nicht mehr mit", sagte der ehemalige Linebacker. Künftig fördert Werner in den USA Talente.