Berlin (dpa) - Martin Schulz, neuer Hoffnungsträger der SPD, wird heute von seiner Partei zum Kanzlerkandidaten und künftigen Parteichef nominiert. Mit Spannung wird erwartet, wie der 61-Jährige in seiner Antrittsrede auf einer Vorstandsklausur in Berlin die in der Wählergunst schwächelnde Partei für den Bundestagswahlkampf positioniert. Die SPD-Linke erwartet, dass er stärker auf die Parteiseele Rücksicht nimmt und kooperativer agiert als Vorgänger Gabriel. Die Jungsozialisten in der SPD wollen Schulz dazu bewegen, eine weitere große Koalition auszuschließen.