Belgrad (SID) - Stabhochsprung-Vizeweltmeister Raphael Holzdeppe (Zweibrücken) muss trotz Saisonbestleistung weiter auf seine erste internationale Medaille in der Halle warten. Der 27-Jährige übersprang bei der EM in Belgrad zwar starke 5,80 Meter, verpasste die Medaillen in einem hochklassigen Wettbewerb als Fünfter aber dennoch knapp. 

Es siegte Favorit Piotr Lisek (Polen) mit 5,85 vor dem höhengleichen ehemaligen Hallen-Weltmeister Konstadinos Filippidis aus Griechenland und Ex-Weltmeister Pawel Wojciechowski (Polen), der ebenfalls 5,85 gemeistert hatte. Insgesamt waren sechs Athleten über 5,80 m gesprungen.

"Es war ein bombenstarker Wettkampf. Ich bin zufrieden. Ich habe das erreicht, was ich wollte, eine Saisonbestleistung. Die anderen waren einfach besser. Das muss man anerkennen", sagte Holzdeppe: "Mit einer Medaille in der Halle muss ich mich weiter gedulden, vielleicht bis zum nächsten Jahr, wenn es wieder eine Hallen-Weltmeisterschaft gibt."

Für Pechvogel Florian Gaul (Sindelfingen) war die EM dagegen schon nach dem Warmmachen beendet. Beim Einspringen brach ihm der Stab, der 25-Jährige verletzte sich an Hand und Schienbein und konnte nicht im Finale starten. 

Die letzten deutschen Medaillen bei einer Hallen-EM gewannen 2013 Björn Otto mit Silber und Malte Mohr mit Bronze. Danny Ecker holte 2007 den bis dato letzten deutschen Titel. Weltrekordler und Titelverteidiger Renaud Lavillenie hatte seinen Start verletzungsbedingt absagen müssen. Der Franzose gewann bei den letzten vier Auflagen jeweils die Goldmedaille.