Rotterdam (SID) - Die deutschen Shorttracker um Hoffnungsträgerin Anna Seidel starten mit verhaltenen Zielen in die am Freitag beginnende Weltmeisterschaft in Rotterdam/Niederlande. Für das Trio der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG), zu dem neben Seidel ihre Dresdner Teamkollegen Bianca Walter und Christoph Schubert zählen, ist der Saisonhöhepunkt nur eine Zwischenstation auf dem Weg zu den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang.

"Ich will wieder ins Wettkampfgeschehen zurückfinden. Aber ohne Druck, was Platzierungen betrifft", sagte Seidel, die sich nach einer schweren Verletzung zurück zu alter Form kämpft. 

Die 18-Jährige hatte sich im vergangenen Juni bei einem Sturz den zwölften Brustwirbel gebrochen und Bänderrisse zugezogen. Bei einer anschließenden Operation wurden ihr vier Schrauben und zwei Stäbe zur Stabilisierung eingesetzt. "Sie hat zuletzt gute Ansätze gezeigt, kann logischerweise aber noch nicht daran anknüpfen, wo sie letztes Jahr war", sagte Leistungssportreferent Matthias Kulik.

An Ehrgeiz mangelt es Seidel, die als 15-Jährige bei den Winterspielen 2014 in Sotschi im Halbfinale über 1500 m stand und sich in der Vorsaison mit starken Leistungen in der Weltspitze etablierte, dabei nicht. "Anna hat sehr schnell wieder Blut geleckt und sich motiviert. Sie hat sich zurückgekämpft und den richtigen Willen", sagte Kulik.

Wie für Seidel sind die Medaillen auch für Walter und Schubert im Normalfall außer Reichweite, bereits ein Finaleinzug würde die Zielstellung übertreffen.