Stavanger (SID) - Vizeweltmeister Nico Ihle (Chemnitz) hat den deutschen Eisschnellläufern beim Weltcup-Finale im norwegischen Stavanger einen weiteren Podestplatz gesichert. Der 31-Jährige belegte im 1000-m-Rennen in 1:09,42 Minuten den dritten Platz und musste sich nur Weltmeister Kjeld Nuis (Niederlande/1:08,76) und Vincent De Haitre aus Kanada (1:09,28) geschlagen geben. Joel Dufter (Inzell) als zweiter deutscher Starter wurde in 1:09,77 guter Achter.

"Ich habe mit dem Podestplatz geliebäugelt", sagte Ihle im ZDF. Trotz des Medaillengewinns störte sich der Sprinter am verpassten Top-3-Resultat im 1000-m-Gesamtweltcup, das er um nur vier Punkte verfehlte: "Das ärgert mich."

Ihle hatte den kleinen Dämpfer aus dem vorherigen 500-m-Lauf rechtzeitig zum Start des 1000-m-Rennens weggesteckt. In 35,12 Sekunden war der WM-Zweite über die Kurzdistanz Sechster geworden und damit auch im Gesamtweltcup vom dritten auf den sechsten Rang abgerutscht. Am Sonntag hat Ihle aber noch die Möglichkeit, sich mit einer guten Zeit im zweiten 500-m-Lauf im Ranking zu verbessern. "Mit dem Rennen bin ich eigentlich ganz zufrieden. Dass es leider nur zum sechsten Platz gereicht hat, ist schade", sagte Ihle. Die Bestzeit lief der Niederländer Dai Dai Ntab (34,93).

Claudia Pechstein (Berlin) verpasste unterdessen ein Top-3-Resultat im Langstreckenweltcup des vorolympischen Winters. Die gesundheitlich zuletzt angeschlagene fünfmalige Olympiasiegerin musste sich im 3000-m-Rennen in 4:09,47 Minuten mit dem neunten Rang zufrieden geben und fiel in der Gesamtwertung vom dritten auf den fünften Platz zurück. Die Bestzeit stellte Vizeweltmeisterin Martina Sablikova (Tschechien/4:04,21) auf.

Bente Kraus (Berlin) belegte am Samstag in 4:07,92 den siebten Rang, den sie auch im Gesamtweltcup erreichte. "Die Endzeit bestätigt meine konstante Saison", sagte Kraus.

Pechstein, die im Februar sensationell WM-Silber über 5000 m gewonnen hatte, zog ein positives Fazit: "Ich gehe auf die 50 zu und habe immer noch Chancen auf die Medaillen. Es für mich eine unglaublich erfolgreiche Saison", sagte die 45-Jährige.

Zuvor waren Pechstein und Kraus an der Seite von Gabriele Hirschbichler (Inzell) in 3:03,93 Minuten Vierte geworden. Der Sieg ging an Japan (3:00,60). Nur die besten vier Teams hatte sich für das Weltcup-Finale qualifiziert.

Der Erfurter Patrick Beckert, WM-Dritter über 10.000 m, belegte über die halbe Distanz in 6:23,01 Minuten den siebten Rang. Den Langstreckenweltcup beendete er auf dem fünften Platz.