Düsseldorf (SID) - Äußerlich gelassen hat Tischtennis-Rekordeuropameister Timo Boll auf die ungünstige Auslosung für sein WM-Doppel mit Chinas Topstar Ma Long in Düsseldorf reagiert. "Ein Traumlos sieht anders aus", sagte der Weltranglistenachte dem SID am Sonntag über das voraussichtliche Duell gegen das chinesische Spitzenduo mit Titelverteidiger Xu Xin und dem WM-Dritten Fan Zhendong. 

Hadern wollte der 36-Jährige mit dem Lospech aber nicht. "Wir sind eben nur an 17 gesetzt, weil wir keine gemeinsamen Ergebnisse haben, Die Setzungskriterien sind eben so. Für das Turnier insgesamt ist es dennoch schade, dass zwei so starke Doppel schon so früh aufeinandertreffen."

Eine von Boll und Bundestrainer Jörg Roßkopf erhoffte Übungseinheit mit Ma Long fand nicht statt. Bei ihrer ersten Begegnung in Düsseldorf an einem der vier Showcourts klatschten sich die beiden Stars zwar freundschaftlich ab, ein gemeinsames Training jedoch war offenbar von Chinas Teamleitung nicht erwünscht. 

In der ersten Doppel-Runde am Dienstag treffen Boll und Olympiasieger Ma auf ein ungarisches Duo. Die Einzelauslosung findet am Sonntagnachmittag im Rahmen der WM-Eröffnungsfeier statt.