Lyon (SID) - Die deutschen Volleyballer haben die direkte WM-Qualifikation verpasst. Die Mannschaft des neuen Bundestrainers Andrea Giani unterlag im abschließenden Spiel des Qualifikationsturniers in Lyon Gastgeber Frankreich 0:3 (22:25, 20:25, 20:25) und muss als Gruppenzweiter im Hoffnungsturnier im Juli um das letzte europäische Ticket für die Weltmeisterschaft in Bulgarien und Italien (10. bis 30. September 2018) spielen.

"Das Spiel hat uns gezeigt, dass wir lange noch nicht da sind, wo wir hin wollen", sagte Mittelblocker Marcus Böhme: "Wir haben ein ganzes Stück Arbeit vor uns, wir haben keinen Flow erwischt, die Franzosen waren uns im gesamten Spiel in vielen Bereichen überlegen. Wir müssen uns auf unser Spiel fokussieren, um die kommenden Aufgaben zu bewältigen."

Die ersten vier Partien hatten Deutschland und Frankreich gegen die Ukraine, Aserbaidschan und Island jeweils souverän mit 3:0 gewonnen, sodass sich nur der Gewinner des direkten Duells direkt qualifizierte. Die Gruppenzweiten der insgesamt sechs Sechser-Gruppen spielen vom 11. bis 16. Juli den letzten europäischen Startplatz aus. Dort trifft die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) auf die Slowakei, Belgien, Estland, Weißrussland und Spanien.

In der Neuauflage des Spiels um den dritten Platz bei WM 2014, das Deutschland 3:0 gewonnen hatte, lag Gianis Team in allen drei Sätzen jeweils nur kurze Zeit knapp vorne. Ansonsten dominierten die Franzosen das Geschehen und entschieden die Partie nach 78 Minuten klar für sich.