Paris (SID) - Die angeschlagene Fed-Cup-Spielerin Julia Görges ist bei den French Open in Paris in der ersten Runde ausgeschieden. Die Weltranglisten-51. aus Bad Oldesloe verlor trotz starken Beginns in 2:48 Stunden mit 6:1, 3:6, 11:13 gegen Madison Brengle (USA).

Auch für Routinier Florian Mayer war bereits am ersten Turniertag Endstation: Der 33-Jährige aus Bayreuth musste sich Pablo Carreno Busta (Spanien/Nr. 20) mit 4:6, 2:6, 2:6 geschlagen geben und wartet seit fünf Jahren auf einen Zweitrunden-Einzug im Stade Roland Garros.

"Ich habe mehrere Tage mit Fieber im Bett gelegen. Mein Körper war heute nicht annähernd bei 60 Prozent. Es ist verdammt bitter", sagte Görges, die wegen ihrer gesundheitlichen Probleme mehr Risiko als sonst ging: "Ich wusste, dass ich körperlich nicht viel zu bieten habe. Ich habe alles probiert und mein letztes Hemd da draußen gelassen."

Zuletzt war Görges 2013 in der ersten Runde von Paris gescheitert. 2015 hatte sie mit dem Achtelfinal-Einzug ihr bislang bestes Ergebnis in Roland Garros erreicht.

Görges zeigte sich zunächst von ihrer Achtelfinal-Niederlage beim Nürnberger Versicherungscup gegen Carina Witthöft (Hamburg) in der vergangenen Woche gut erholt. Die aggressiv agierende Norddeutsche nahm ihrer Kontrahentin Brengle (WTA-Nr. 82) gleich im ersten Satz viermal den Aufschlag ab und profitierte beim ersten Satzball nach 24 Minuten von einem Fehler der Amerikanerin. 

Danach allerdings kam Brengle immer besser ins Spiel und Görges agierte fehlerhafter. Der entscheidende Satz wurde bei schwülwarmen Wetter zum Kraftakt.

Insgesamt standen 13 deutsche Profis im Hauptfeld des bedeutendsten Sandplatzturniers der Welt - sieben Frauen und sechs Männer. Nach den Niederlagen von Angelique Kerber (Kiel/Nr. 1), Görges und Mayer waren es nach dem ersten Turniertag noch zehn Profis.

Das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres ist mit insgesamt 33,8 Millionen Euro dotiert. Sieger und Siegerin erhalten jeweils ein Preisgeld von 2,1 Millionen Euro.