Köln (SID) - Marc Bartra will sieben Wochen nach dem Sprengstoff-Anschlag auf den Mannschaftsbus des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund nicht über den Attentäter nachdenken. Er verdiene es nicht, "dass ich auch nur eine Sekunde an ihn verschwende", sagte der Spanier im Interview mit der Sport Bild: "Ihn zu hassen, wäre schon zu viel Aufmerksamkeit, und deshalb tue ich es auch nicht."

Der 24-jährige Bartra war der einzige BVB-Spieler, der beim Attentat am 11. April verletzt wurde. Der Verteidiger zog sich einen Speichenbruch im rechten Handgelenk zu und hatte Fremdkörper-Einsprengungen. "Ihm war völlig egal, wie vielen Leuten er Leid zugefügt hat", sagte Bartra über den Attentäter. 

Der 28-jährige Sergej B. war zehn Tage nach dem Anschlag als mutmaßlicher Täter festgenommen geworden. Er soll aus Habgier gehandelt und Geld auf einen sinkenden Kurs der BVB-Aktie gesetzt haben.