Gummersbach (SID) - Handball-Ikone Heiner Brand macht sich große Sorgen um seinen vom Abstieg bedrohten Heimatverein VfL Gummersbach. "Ich habe sehr große Angst, das verfolgt mich bis ins Bett", sagte der 64-Jährige dem SID am Dienstag und fügte an: "Ein Abstieg wäre für mich undenkbar. Der VfL Gummersbach nicht in der Handball-Bundesliga - das kann und will ich mir einfach nicht vorstellen."

Der VfL spielt als einziger Klub seit der Bundesliga-Gründung 1966 ohne Unterbrechung erstklassig und holte zwölf Meisterschaften, die letzte 1991. Drei Spieltage vor dem Ende der aktuellen Saison liegen die Bergischen nur zwei Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz. Am Sonntag hatte sich der Klub von seinem bisherigen Geschäftsführer Frank Flatten getrennt.

"Ich hoffe, dass wir uns noch retten. Sicher bin ich aber leider nicht", sagte der in Gummersbach geborene Brand. Der spätere Bundestrainer war dem VfL im Alter von sieben Jahren beigetreten und spielte nie für einen anderen Klub, später war er auch als Trainer bei den Bergischen aktiv. Brand hoffte dennoch weiter auf bessere Zeiten: "Wenn die Rettung klappt, bin ich optimistisch, dass der Neuanfang gelingt."