Nürnberg (dpa) - Nach den tumultartigen Szenen bei der geplanten Abschiebung eines afghanischen Flüchtlings in Nürnberg werden Vorwürfe gegen den bereits 2012 abgelehnten Asylbewerber laut. So soll der 20-Jährige nach Angaben der Polizei in dem Gerangel vor der Berufsschule Rache an Deutschen geschworen haben. Außerdem hat der Mann nach offiziellen Angaben die bayerischen Ausländerbehörden jahrelang systematisch getäuscht. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann sagte, wer sich weigere, an der Klärung seiner Identität mitzuwirken, habe jegliche Aussicht auf Duldung selbst verspielt.