Hamburg (SID) - Für die Radprofis Marcel Kittel (29) und Tony Martin (32) ist das Thema Terrorgefahr im Hinterkopf stets präsent. "Es wäre gelogen, wenn ich so tun würde, als ob nichts gewesen wäre", sagte Kittel in einem Interview mit dem NDR-Hörfunk: "Gerade als wir letztes Jahr bei der Tour mit dem Wissen auf die Champs Élysées kamen - da sind Scharfschützen auf den Dächern, alles ist hermetisch aberiegelt. Das war schon ein komisches Gefühl."

Martin ergänzte, das Thema sei "bei den Fahrern, die an den ganz großen Rennen teilnehmen im Hinterkopf". Der Radsport sei immer "ein potenzielles Ziel." Dennoch, meinte der Zeitfahr-Weltmeister, lasse er sich nicht dadurch ablenken. "Es ist nicht so, dass ich mich nicht mehr auf meinen Sport konzentrieren kann. Ich vertraue den Sicherheitskräften. Am Ende muss man darauf hoffen, sonst darf man sich zu Hause nur noch einsperren", sagte Martin.

Kittel und Martin werden auch dieses Jahr bei der Tour de France starten, die am 1. Juli in Düsseldorf beginnt. Beide Profis sind dabei Anwärter auf deutsche Erfolge.