Tokio (dpa) - Mehr als sechs Jahre nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima stehen erstmals frühere Top-Manager des Atombetreibers Tepco vor einem Strafgericht. Sie werden beschuldigt, die Gefahr eines gewaltigen Tsunami missachtet zu haben und damit Schuld an dem Super-Gau vom März 2011 zu sein. Es hatte Bewohner der Unglücksprovinz mehr als fünf Jahre gekostet, den damaligen Tepco-Chef Tsunehisa Katsumata und zwei weitere Verantwortliche vor ein Strafgericht zu bringen. Die Staatsanwaltschaft hatte sich zwei Mal geweigert, die Atommanager anzuklagen.