Leipzig (SID) - Die deutschen Fechter gehen ohne konkretes Medaillenziel in die am Mittwoch beginnende Heim-WM in Leipzig. "Es gibt keine Vorgabe. Ich möchte, dass alle zeigen, was sie drauf haben. Denn das ist eine ganze Menge", sagte Claudia Bokel, Präsidentin des Deutschen Fechter-Bundes (DFeB) am Dienstag: "Es motiviert, dass wir die WM im eigenen Land haben."

Nach den medaillenlosen Olympischen Spielen in Rio im vergangenen Jahr befindet sich der Verband im Umbruch. In Leipzig sind acht der 24 deutschen Starter zum ersten Mal bei einer Weltmeisterschaft. Bei der letzten WM vor zwei Jahren in Moskau gab es für das deutsche Team zweimal Bronze.

"Wir wollen diesen Olympiazyklus wieder voranbringen. Wir wollen 2020 in Tokio und 2024 wieder erfolgreich dastehen. Dafür ist die WM eine erste Standortbestimmung", sagte Bokel, für die der Heimvorteil aber auch zusätzlichen Druck bringen kann. "Im eigenen Land erwartet man natürlich gleich Erfolge", sagte die 43-Jährige: "Auf der anderen Seite ist es schön, dass wir schon zeigen können, dass wir wieder da sind."