Aachen (SID) - Die um einen Wettbewerb erweiterte Grand-Slam-Serie der Springreiter ist eine enorme und nur schwer zu bewältigende Herausforderung. Diese Meinung vertrat der ehemalige Weltranglistenerste Scott Brash beim CHIO in Aachen. Der Brite hatte die Serie als bisher einziger Reiter 2015 gewonnen und dafür eine Million Euro kassiert.

Damals umfasste der Grand Slam die Großen Preise in Aachen, Calgary/Spruce Meadows und Genf. Nun hat der Titelsponsor (Rolex) den Großen Preis von 's-Hertogenbosch hinzugefügt. Gewinnt ein Reiter drei dieser Springen, erhält er eine Million Euro Preisgeld. Gewinnt er auch das vierte, kommt eine weitere Million als Bonus obendrauf. 

"Eine nicht unlösbare, aber doch sehr, sehr schwere Aufgabe", sagte Brash und bekam in dieser Einschätzung Unterstützung von dem Olympiadritten Eric Lamaze. "Aachen im Juli und Calgary im September liegen dicht beisammen und finden beide auf Rasen statt", sagte der Olympiadritte aus Kanada, der am Mittwoch in Aachen den Preis von Europa gewonnen hatte: "Aber dann ist eine lange Pause, und danach kommen die Hallenturniere in Genf im Dezember und 's-Hertogenbosch im März. Da muss man sich wieder ganz neu finden."

Aktuell ist der Brasilianer Pedro Veniss im Hinblick auf den Grand Slam in der aussichtsreichsten Position. Er kommt als Sieger von Genf nach Aachen und könnte beim Großen Preis am Sonntag den zweiten Coup landen. Es ist nicht erforderlich, die vier Grand-Slam-Springen innerhalb eines Kalenderjahres zu gewinnen, wohl aber in chronologischer Reihenfolge nacheinander.