Hamburg (SID) - Nach Florian Mayer (Bayreuth) hat auch Philipp Kohlschreiber bei den 111. German Open in Hamburg das Viertelfinale erreicht. Der 33 Jahre alte Augsburger besiegte auf dem Center Court am Rothenbaum Gilles Simon (Frankreich) 6:3, 3:6, 6:2. Gegen den Hamburg-Sieger von 2011 ließ sich Kohlschreiber auch in schwächeren Phasen nicht aus der Ruhe bringen und erreichte verdient die nächste Runde.

"Es war ein toughes Match, Gilles ist ein unangenehmer Gegner", sagte Kohlschreiber: "Das Viertelfinale ist für mich wie ein kleines Finale, das war mein Ziel. Aber natürlich ist der Wunsch da, am Sonntag hier noch zu spielen." Auf dem Weg dorthin setzt die Nummer 58 der Welt vor allem auf Primärtugenden: "Zaubern will jeder, aber hier muss man ackern."

Im Kampf um das Halbfinale trifft Kohlschreiber nun auf den Argentinier Nicolas Kicker, der in der ersten Runde Lokalmatador Tommy Haas aus dem Turnier geworfen hatte. Am Mittwoch war bereits Florian Mayer ins Viertelfinale eingezogen, der Routinier trifft dort auf den an Nummer sechs gesetzten Argentinier Diego Schwartzman. Mayer, Nummer 101 der Welt, rechnet sich dann einiges aus. "Das Feld ist sehr offen, jeder ist schlagbar", sagte er.

Am Abend konnte dann Jan-Lennard Struff nicht nachziehen. Der Warsteiner schaffte es nie, Leonardo Mayer (Argentinien) in Bedrängnis zu bringen und unterlag 2:6, 5:7.

Insgesamt standen acht deutsche Spieler in Hamburg im Hauptfeld, Publikumsliebling Haas schlug auf seiner Abschiedstournee zum letzten Mal in seiner Geburtsstadt auf. Die Zverev-Brüder Alexander und Mischa hatten Turnierdirektor Michael Stich eine Absage erteilt. Der ehemalige Wimbledonsieger gewann 1993 als bisher letzter Deutscher am Rothenbaum.