Los Angeles (SID) -

Los Angeles sieht sich nach der Kandidatur für die Olympischen Spiele 2028 als Gewinner. "Diese Vereinbarung war zu gut, um sie abzulehnen", sagte Bürgermeister Eric Garcetti und betonte, er sei absolut nicht bekümmert, dass seine Stadt die Spiele 2024 nicht ausrichten werde. 

Am Montagabend hatte Los Angeles erklärt, sich für die Spiele 2028 zu bewerben. Damit ist der Weg für den Konkurrenten Paris frei, 2024 die Sommerspiele auszutragen. Vor gut vier Wochen hatte das IOC eine Doppelvergabe der Sommerspiele 2024 und 2028 beschlossen. Paris und Los Angeles waren die einzigen verbliebenen Kandidaten und mussten sich nur noch auf die Reihenfolge verständigen.

"Ich bin stolz, bekannt geben zu dürfen, dass die Olympischen Spiele zurück nach Amerika kommen", sagte Garcetti: "Wir haben niemals aufgegeben." Auch US-Präsident Donald Trump zeigte sich erfreut. "Zum ersten Mal seit einer Generation kehren die Olympischen Spiele in die USA zurück. Und ich bin stolz, LA 2028 zu unterstützen", wurde Trump in einer Stellungnahme zitiert.

Sowohl der Stadtrat als auch das Nationale Olympische Komitee der USA (USOC) müssen der Bewerbung um 2028 noch zustimmen, dies gilt jedoch als Formalie. Am 13. September soll die Doppelvergabe beider Sommerspiele auf der IOC-Session in Lima/Peru erfolgen. Auch dort ist eine Zustimmung sicher.

Die Vereinbarung zwischen dem IOC und LA 2028 sieht vor, dass die Organisatoren umgerechnet rund 1,5 Milliarden Euro finanzielle Unterstützung vom IOC bekommen. Diese Summe kann durch weitere Marketing-Deals noch anwachsen. Das IOC werde darüber hinaus Programme finanzieren, mit denen der Jugendsport in den Jahren bis zu den Spielen gefördert werden soll. Zudem verzichte das IOC auf eine Beteiligung an einem möglichen Überschuss der Spiele.

Damit werden 2028 die Sommerspiele nach 1932 und 1984 zum dritten Mal in der kalifornischen Metropole stattfinden. Paris wird 2024 nach 1900 und 1924 ebenfalls zum dritten Mal die Sommerspiele ausrichten.