Berlin (dpa) - Deutschland hat nach einem Zeitungsbericht damit begonnen, den Endverbleib exportierter Waffen zu kontrollieren. Bei der ersten Vor-Ort-Überprüfung sei es in Indien um 30 Präzisionsschützengewehre für einen staatlichen Empfänger gegangen. "Die befanden sich alle am vorgesehenen Ort", sagte der Präsident des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Andreas Obersteller, der "Rheinischen Post". "Wir prüfen, ob die gelieferten Waffen noch beim genannten Endverwender sind". In Frage kämen alle sogenannten Drittländer, also alle Staaten, die weder zur EU noch zur Nato gehörten oder ihnen gleichgestellt seien.