Pietermaritzburg (SID) - Die deutschen Behindertensportler haben bei den Rad-Weltmeisterschaften im südafrikanischen Pietermaritzburg mit insgesamt 19 Medaillen für Aufsehen gesorgt. Zum Abschluss der Titelkämpfe holten sich Kerstin Brachtendorf, Pierre Senska und Tobias Vetter im Straßenrennen den Sieg. Zuvor hatten sich schon Christiane Reppe, Andrea Eskau und Hans-Peter Durst zu Doppel-Weltmeistern gekürt.

Zudem holten am Wochenende Jana Majunke, Denise Schindler und Steffen Warias Silber. Bernd Jeffré und Michael Teuber, der bereits im Zeitfahren triumphiert hatte, rundeten mit zwei Bronze-Medaillen das beeindruckende Ergebnis der Athleten des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) ab. Insgesamt sicherte sich das Team von Bundestrainer Patrick Kromer zehnmal Gold, viermal Silber und fünfmal Bronze.

"Das sind wirklich enorme Ergebnisse, die zeigen, dass wir uns sehr gut vorbereitet haben und zudem den nötigen Willen und manchmal auch das Quäntchen Glück auf unserer Seite hatten. Die WM war für uns ganz große Klasse, wir können wirklich sehr zufrieden sein", sagte Kromer.

Vor allem für die 30 Jahre alte Dresdnerin Reppe hatte es ein Happy End gegeben. Nach einer Meldepanne des Verbandes war der Start der Handbikerin bis kurz vor WM-Beginn fraglich gewesen. "Jetzt habe ich zweimal Gold gewonnen ? unglaublich. Ich bin sehr glücklich. Darauf werde ich nach dem ganzen Trubel der vergangenen Tage anstoßen", sagte Paralympics-Siegerin Reppe nach ihrem knappen Erfolg.

Überlegen gewann Eskau (45) aus Elsdorf in der Klasse H5. Für sie beginnt jetzt die Vorbereitung auf die Winter-Paralympics in Pyeongchang/Südkorea, wo die querschnittsgelähmte Athletin erneut Medaillen holen will. Bislang hat sie jeweils eine Goldmedaille im Langlauf und Biathlon gewonnen.