Ratzeburg (SID) - Der Deutschland-Achter peilt bei den Weltmeisterschaften in Sarasota in den USA (24. September bis 1. Oktober) die Goldmedaille an. "Wir haben hervorragende Ergebnisse erzielt und möchten die Serie gerne fortsetzen und ungeschlagen bleiben", sagte Trainer Uwe Bender beim Medientag der deutschen Ruder-Nationalmannschaft in Ratzeburg am Mittwoch dem SID. Das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) feierte 2017 nicht nur fünf Siege bei fünf Starts, sondern stellte auch noch eine neue Weltbestzeit auf.

Für Schlagmann Hannes Ocik war der Saisonverlauf "überraschend", da der Achter auf einigen Positionen umbesetzt wurde. "Dass wir so schnell und souverän in die Saison gekommen sind, war so nicht zu erwarten", sagte er. Inklusive Steuermann Martin Sauer sitzen vier Silbermedaillengewinner von Rio, drei Neulinge und zwei Rückkehrer im Boot.

Doch nicht nur im Boot, sondern auch auf der Position des Cheftrainers gab es Veränderungen. Der 58-jährige Bender übernahm das Team, weil der langjährige Erfolgscoach Ralf Holtmeyer für ein Jahr die U23 unterstützt. "Eine sehr schöne Herausforderung", sagte Bender. Auch Cheftrainer Marcus Schwarzrock begrüßte die Entscheidung: "Es war wichtig, dass Holtmeyer mal von der Mannschaft wegkommt und die Jungen begutachtet. Das war eine Win-Win-Situation."

Als schärfste Konkurrenten für den Achter, der nach sechs Jahren zurück auf den WM-Thron möchte, werden die Niederlande, Großbritannien, die USA als Gastgeber und Rumänien gehandelt.

Im nacholympischen Jahr gibt Bundestrainer Marcus Schwarzrock nach den vielen Umbrüchen im Team kein Medaillenziel aus. "Wir haben insgesamt eine sehr junge Mannschaft. Das Endziel ist Tokio 2020. Es gilt jetzt, den nächsten Schritt zu machen, sich weiterzuentwickeln", sagte er. Die Athleten des DRV bereiten sich noch bis nächsten Freitag in Ratzeburg auf die WM vor, ehe es am 18. September in die USA geht.